Unterstützung für indigene Studierende in der Stadt

Immer mehr Jugendliche aus indigenen Dorfgemeinschaften im peruanischen Amazonasgebiet ziehen für eine Ausbildung nach Puerto Maldonado. In der Stadt angekommen, stehen viele vor existenziellen Problemen. Unsere Partnerorganisation FENAMAD unterstützt die Jugendlichen in ihrem Lebensalltag so, dass sie ihr Studium abschliessen können.

„Das Hauptziel von FENAMAD ist die Verteidigung der Rechte der indigenen Gemeinschaften auf Selbstbestimmung, Territorium und kulturelle Identität. Es hat für uns Priorität, die jungen Menschen unserer Gemeinschaften in unser Engagement einzubeziehen. Sie sind es, die unsere Geschichte erben und von denen unsere Zukunft abhängt.“

In den letzten Jahren ist die Zahl indigener Jugendlicher, die für das Studium nach Puerto Maldonado ziehen, konstant gestiegen. Für sie und ihre Familien ist das eine Chance, um sich beruflich zu entwickeln und ein besseres Leben führen zu können. Die Absprungrate der Jugendlichen aus dem Studium ist jedoch hoch: Viele indigene Familien sind arm, den Studierenden fehlt es in der Stadt an einer stabilen Wohnsituation, gesunder Ernährung und einer adäquaten Betreuung. Hinzu kommt, dass die Diskriminierung der Indigenen und die sozialen Probleme in Puerto Maldonado wie Kriminalität, Prostitution und fehlende Freizeitangebote, sehr gross sind.

Das Wohnhaus, das von FENAMAD gemeinsam mit den Jugendlichen renoviert wurde, bietet den Studierenden einen geschützten Raum, wo sie wohnen und lernen können. Eine psychologische Fachperson betreut sie individuell, um sie in ihrem Selbstbewusstsein und bei der Entwicklung ihrer Zukunftspläne zu unterstützen. Ausserdem erhalten sie Nachhilfeunterricht und können künstlerische Workshops besuchen.

Mit der Unterstützung dieses Projektes wollen wir auch einem Missstand entgegentreten, mit dem sich unsere Partnerorganisation FENAMAD konfrontiert sieht: Bei internationalen Organisationen haben Projekte zum Schutz des Regenwaldes und zur Verteidigung der Rechte indigener Gemeinschaften klar Präferenz. Solche Projekte sind zweifellos wichtig, doch finden daneben die Probleme indigener Menschen im städtischen Umfeld kaum Beachtung und finanzielle Mittel für solche Projekte sind nur sehr schwer zu finden. EcoSolidar hat sich für dieses Projekt entschieden, weil es einem dringenden Bedürfnis der betroffenen Bevölkerung entspringt, das bisher vernachlässigt wird.

Kategorien

Kunde

CLIENT AAA

„Das Hauptziel von FENAMAD ist die Verteidigung der Rechte der indigenen Gemeinschaften auf Selbstbestimmung, Territorium und kulturelle Identität. Es hat für uns Priorität, die jungen Menschen unserer Gemeinschaften in unser Engagement einzubeziehen. Sie sind es, die unsere Geschichte erben und von denen unsere Zukunft abhängt.“